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50 Jahre Buchführung

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Die Abteilung Buchführung und Beratung des Service d'Economie Rurale blickt auf 50 Jahre landwirtschaftliche Buchführung zurück. Hierzu ein Ausschnitt aus dem Monatsbericht Nr.200 "Rückblick auf 22 Jahre betriebswirtschaftliche Informationen 1967 - 1988" (Juli 1988) von Herrn Dr. Roger Kayl.

Historischer Aufriss

Bei seiner Gründung im Jahre 1964 hat der S.E.R. die in 1958 beim Landwirtschaftsministerium eingerichtete Buchstelle für landwirtschaftliche Betriebe übernommen. Das Buchführungssystem beschränkte sich damals auf eine vereinfachte Gewinn- und Verlustrechnung, ergänzt durch wenige Kennzahlen. Die Ergebnisse dienten vor allem statisti­schen Zwecken. Höheren Ansprüchen an die Betriebsplanung und den Betriebsvergleich wurden sie nicht gerecht.

Mit der zunehmenden Integration unserer Landwirtschaft in den gemeinsamen Markt, mit der stürmischen Entwicklung des technischen Fortschritts und angesichts der unbefriedigenden Einkommenslage der meisten Betriebe gewannen die ökonomischen Anliegen schnell an Bedeutung und Gewicht.

Auf Initiative von Jean Ries, damals Direktor des S.E.R., und im Einvernehmen mit Jean-Pierre Buchler, damals Staatssekretär für Landwirtschaft und Weinbau, wurde 1966 entschieden, die Buchstelle beim S.E.R. für die Zwecke der betriebswirtschaftlichen Analyse und der wirtschaftlichen Betriebsführung auszubauen und anzupassen. Mit den Fragen der Wirtschaftsberatung der Buchführungsbetriebe wurde Roger Kayl, seit 1965 Attaché beim S.E.R., betraut.

Zur besseren Vorbereitung auf seine neuen Aufgaben, absolvierte R. Kayl Ende 1966 ein sechswöchiges Praktikum in verschiedenen Buchführung- und Beratungsstellen der Niederlande, die damals auf diesem Gebiet führend waren. Während der schwierigen Aufbauphase der neuen Buchführungs- und Beratungsarbeit stand dem S.E.R. zudem von Dezem­ber 1966 bis Juni 1967 eine anerkannte niederländische Fachkraft zur Seite, und zwar in der Person von Drs. P.C. Muntjewerf.

Anpassung des Buchführungssystems

Eine Arbeitsgruppe bestehend aus den damaligen Führungskräften des S.E.R. und Herrn Muntjewerf entschied sich nach eingehender Erörte­rung der möglichen Buchungsverfahren und Buchführungssysteme für eine Anpassung unserer Buchführung an das sogenannte LEI-System (Landbouw-Economisch-Instituut Den Haag). Das LEI hatte damals bereits die Buchführungsarbeit auf die neue Computertechnik umgestellt. Der S.E.R. fand somit auf Anhieb Anschluss an die Arbeitsmethoden eines europäischen Spitzeninstituts in Fragen der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaft.

Die Einbuchungen von Hand und die Rechenarbeiten auf unserer Buch­stelle konnten jetzt auf ein Minimum begrenzt werden.; Diese Unterlagen wurden dem LEI in geeigneter Form für die weitere Verarbeitung, für den Ausdruck der individuellen Betriebsübersichten und der betriebsvergleichenden Standardübersichten zugestellt.

Die wesentlichen Vorteile gegenüber dem alten Jahresabschluss waren: Stärkere Berücksichtigung von betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten bei der Berechnung und Darstellung der Ergebnisse und reichhaltigeres Kennzahlenmaterial. Die neue Vorgehensweise verlangte von den Landwirten eine umfangreichere und präzisere Datenerfassung auf dem Betrieb.

Die Zusammenarbeit mit dem LEI dauerte 10 Jahre. Eine Reihe prakti­scher Erwägungen bewogen den S.E.R. in 1978 dazu, den Jahresabschluss beim «Centre Informatique de l'Etat» zu erstellen. Gleichzeitig wurden engere Kontakte mit deutschen Buchstellen geknüpft. Im Zu­sammenhang mit dem Betriebsentwicklungsplan ergab sich zudem die Notwendigkeit, den Jahresabschluss um die Bilanz und. die Leistungs - Kostenrechnung zu erweitern. Einige wesentliche Elemente des niederländischen Einflusses auf unsere Buchführung blieben jedoch bis heute erhalten, wie z.B. die zusätzliche Berechnung der Ergebnisse auf schul­den- und pachtfreier Basis oder der Begriff «Nettoüberschuss».

Die Buchführung wurde somit immer mehr zu einem wichtigen Instrument der Betriebsführung und zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für die Beratung.


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  * Broschüre - 50 Joer Buchführung  PDF (1.721 Ko)

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